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Wolfgang Vogelsang


Premium (Pro), Pößneck

Schloss Wetzelstein

Schloss Wetzelstein ist eine denkmalgeschützte Villa im thüringischen Saalfeld.
Die Familie Frege nutzte Schloss Wetzelstein bis zum Verkauf 1921 als Sommersitz. Während dreijähriger Kaufverhandlungen im Lipsiushaus in Leipzig bei einer Sozietät, die mit dem Oberjustizrat Dr. Lohse, dem Justizrat Dr. C. Junck und dem Justizrat Dr. O. Verges besetzt war, wurde der Bad Blankenburger Immobilienhändler E. Macheleid beauftragt, in Saalfeld einen Interessenten zu suchen. Macheleid besaß Kenntnisse um die Situation der 1855 gegründeten, dem Wetzelstein unmittelbar benachbarten, Schokoladenfabrik Mauxion, in die der Kaufmann Ernst Hüther 1911 mit beträchtlichen Geldmitteln als geschäftsführender Gesellschafter eingetreten war, einschätzen zu können. Hüther hatte in der Pößnecker Schokoladenfabrik Berger die Kaufmannslehre absolviert und hatte anschließend Fachkenntnisse als Angestellter verschiedener Firmen der Süßwarenindustrie gesammelt. Mit diesen Vorkenntnissen konnte er nach sechs Jahren Tätigkeit bei Mauxion die Firma übernehmen, als die ehemaligen Miteigentümer, Gebrüder Mauxion, ausschieden. Am Wetzelstein hatten auch andere Interessenten Kauflust gezeigt, unter ihnen: ein Baron von Helldorf, eine Gräfin Erbach-Erbach, ein Major Freiherr von Rapport und ein Baron Freiherr von der March. Nach schleppenden Verhandlungen bot Hüther zunächst an, sich in der Übergangszeit bis zu einem gültigen Kaufvertrag mit einem Pacht- und Mietvertragsverhältnis zu begnügen, um der Stiftung Frege die dringend benötigten Geldmittel zur Verfügung zu stellen. Einem dann von der Stiftung vorgelegten Mietvertrag konnte sich Hüther jedoch nicht anfreunden. Während der gesamten Jahre 1920 und 1921 gingen dennoch die Verhandlungen weiter, im Mittelpunkt stand der Kaufpreis und die zu entrichtenden Steuern. Am 8. Dezember 1921 schließlich kam es zur Unterschrift eines Kaufvertrags.
Am 23. Februar 1922 überwies Ernst Hüther als neuer Eigentümer den Kaufpreis von 600.000 Mark an die Saalfelder Filiale der Bank für Thüringen. Seit 1922 haben mehrere Familien im Schloss gewohnt, nachdem zur Wohnraumschaffung verschiedene Umbauten durchgeführt waren. Hüther hatte auch vor, hier Beamten- und Angestellten-Wohnungen einzurichten; im Gartenhaus hatte er bereits mehrere Notwohnungen eingerichtet.
2000 wurde das Anwesen von einem privaten Investor erworben und bis 2011 als Wohnsitz und Hotel der gehobenen Klasse ausgebaut und eingerichtet. In diesen zehn Jahren wurde das Schloss komplett saniert und originalgetreu restauriert.
Quelle: Wikipedia

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